Säure-Basen Haushalt
Der Säure-Basen Haushalt bezeichnet alle Regelvorgänge zur Aufrechterhaltung eines optimalen pH-Wertes im Blut (ph 7,38 - 7,42) und in den Gewebsflüssigkeiten.
Säuren
- Sind chemische Verbindungen, die in wässriger Lösung Protonen (H+, auch Wasserstoffionen genannt) abgeben. Sie schmecken sauer und besitzen eine ätzende Wirkung. Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen Gase, die mit Wasser Säuren bilden. Gelangen diese Gase in die Atmosphäre, so bilden sie den sog. Saueren Regen
Basen
- Sind chemische Verbindungen, die in wässriger Lösung OH-Ionen abgeben aber auch Protonen (H+) aufnehmen können. Sie schmecken nach Seife und haben eine ätzende Wirkung. Da sie Protonen aufnehmen können, bilden mit Säuren Salze wobei Wasser entsteht
ph-Wert
- Bezeichnet das Gewicht der Protonen (H+) pro Liter Lösung bzw. ist das Maß für die Konzentration dervProtonen. Das Spektrum des Wertes reicht von ph 1 - 14
Säure-Basen-Gleichgewicht
- Lebensnotwendige Konstanthaltung dieser Werte
- Ein Basen-Überschuss (pH-Wert > 7,45) wird als Alkalose, ein Säure-Überschuss (pH-Wert < 7,35) als Azidose bezeichnet
- Blut-pH-Werte unter 7,0 oder über 7,8 sind mit dem Leben nicht vereinbar. Es kommt zu Störungen in: der Molekularstruktur der Proteine, in der Struktur der Zellbestandteile, im Stoffwechsel sowie im Elektrolythaushalt
Kompensationsmechanismen zur Erhaltung eines konstant neutralen ph-Wertes im Blut
- über Atmung, Nieren, Leber, Blut, Plasmaeiweiße
- über die Bindegewebsmatrix (latende Azidose bei chronischer Übersäuerung)